Lunge und Brustkorb
-- Kurzinfo Lungenkrebs (PDF)
| 1. Allgemeines |
| 2. Anatomie |
| 3. Behandlungsspektrum |
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Lungentumore |
1. Bronchialkarzinom |
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2. Lungenmetastasen |
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3. Karzinoidtumore |
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4. Neurogene Tumore |
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5. Gutartige Lungentumore |
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Pneumothorax |
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Entzündungen |
1. Pneumonie |
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2. Pleuraempyem |
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3. Tuberkulose |
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4. Bronchiektasien |
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5. Aktinomykose |
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6. Aspergillose |
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7. Lungenabszess |
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Lungenemphysem |
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Pleurale Pathologien |
1. Pleuraerguss |
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2. Pleuraempyem |
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3. Pleuramesotheliom |
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4. Pleurakarzinose |
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Mediastinale Pathologien |
1. Myasthenia gravis |
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2. Tumoren des Mittelfellraumes |
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Pathologien des Brustkorbes |
1. Trichterbrust |
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2. Hühnerbrust |
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3. Tumore und Entzündungen |
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Hyperhidrose |
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| 4. Zusammenfassung |
| 5. Häufig gestellte Fragen |
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1. Allgemeines
Das Fachgebiet der Thoraxchirurgie behandelt die chirurgischen Erkrankungen der Organe im Brustkorb, des Mittelfellraumes (Mediastinum) und der Brustwand. Durch enge interdisziplinäre Zusammenarbeit des Thoraxchirurgen mit dem Pulmologen (internistischer Lungenfacharzt), Onkologen, Radiologen, Anästhesiologen und je nach Bedarf weiteren Spezialisten wird heute die Möglichkeit einer Operation für jeden Patienten individuell abgewogen. Dadurch wird eine optimale, vollständige und rasche Betreuung von Patienten mit komplexen Erkrankungen der Thoraxorgane gewährleistet. Patienten, die noch vor wenigen Jahren als nicht operabel galten, kann nun ein thoraxchirurgischer Eingriff angeboten werden und auf diese Weise nicht nur die Überlebensdauer, sondern vor allem die Lebensqualität gebessert werden.
Die Lungenchirurgie befasst sich überwiegend mit der operativen Behandlung des Lungenkrebses (Bronchialkarzinom). Da die Lunge aus mehreren Lungenlappen besteht, ist es bei allen Krebsoperationen das Ziel, soviel gesundes Lungengewebe wie möglich zu erhalten. Daher werden je nach Ausdehnung des Tumors entweder einzelne Lungenlappen oder ein ganzer Lungenflügel entfernt. Wenn möglich werden durch gewebeerhaltende Operationen an den Lungengefäßen oder Bronchien (angioplastische bzw. bronchioplastische Eingriffe) gesunde Areale der Lunge geschont.

Die operative Entfernung von Lungenmetastasen gehört genauso zum Spektrum der Thoraxchirurgie wie die Behandlung von Mediastinaltumoren, Brustwandtumoren oder von gutartigen Lungenerkrankungen (z.B. Pneumothorax, Entzündungen des Rippenfells, Pleuraerguss, etc.).
Die Videothorakoskopie (VATS, Schlüssellochchirurgie) wird routinemäßig an unserer Abteilung durchgeführt. Bei dieser Art von chirurgischem Eingriff wird über zwei bis drei kleine Schnitte mit Hilfe einer Videokamera und feiner Instrumente besonders schonend operiert. Die Videothorakoskopie dient unter anderem der Diagnostik und/oder Therapie von Lungenrundherden, interstitiellen Lungenerkrankungen, Rippenfellerkrankungen, rezidivierender Pleuraergüsse, Hyperhidrose (vermehrte Schweißneigung) sowie mediastinaler Geschwülste, wobei oft auf eine schmerzhafte Eröffnung des Brustkorbes verzichtet werden kann. Eine wichtige Indikationen ist der Pneumothorax, eine Erkrankung, die besonders bei jungen Menschen auftritt und bei der es durch Platzen von Lungenbläschen zu einem Kollaps der Lunge kommt. Patienten, bei denen in Folge einer Lungenentzündung (Pneumonie) eine eitrige Rippenfellentzündung (Pleuraempyem) auftritt, bleibt seit Einführung der minimalinvasiven Technik eine große Operation zur Entfernung der Eiteransammlung erspart, sofern sie rechtzeitig behandelt werden.
Im Raum zwischen den Lungen, dem Mittelfellraum (Mediastinum), können verschiedene Erkrankungen auftreten, die einer chirurgischen Behandlung bedürfen. Mit der Mediastinoskopie (Spiegelung des Mittelfellraumes in Narkose) können Lymphdrüsenerkrankungen (z.B. Lymphome, M. Hodgkin, Sarkoidose, Tumorabsiedelungen, etc.) exakt diagnostiziert und in weiterer Folge effizient behandelt werden.
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2. Anatomie
Die Lunge besteht aus einem rechten und einem linken Lungenflügel. Die rechte Lunge hat drei Lappen, die linke Lunge zwei. Sie ist vom Lungenfell überzogen und füllt den Brustraum, der wiederum mit dem Rippfell ausgekleidet ist, zur Gänze aus. Die Rippen schützen die Lunge vor Verletzungen von außen. Die Grenze des Brustraumes nach unten stellt das Zwerchfell dar. Die Zwischenrippenmuskulatur sowie das Zwerchfell sind erheblich an der Atmung beteiligt. Die Lungenvenen, Lungenarterien und die Hauptbronchien führen durch die Lungenpforte (= Lungenhilus) in die Lungen und teilen sich dort auf. Die Luftröhre teilt sich in je einen rechten und linken Hauptbronchus, dann in einen Ober- und Unterlappenbronchus. Rechts gibt es auch noch einen Mittellappenbronchus. Die Lappenbronchien zweigen sich wiederum in Segmentbronchien, Subsegmentbronchien etc. auf. Die kleinste Einheit stellen die Bronchioli dar, an deren Ende sich die Luftbläschen (Alveolen) befinden. Dort findet der Gasaustausch statt.
Die Lunge hat die Aufgabe, dem Blut Sauerstoff zuzuführen und aus dem Blut Kohlendioxid (CO²) abzutransportieren. Bei einer einfachen Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) werden die Weite der Atemwege und der Lungeninhalt beurteilt. Bei einer erweiterten Lungenfunktionsprüfung werden der Blutsauerstoffgehalt, die Gasaustauschfähigkeit der Lunge und / oder die körperliche Leistungsfähigkeit gemessen.
Zu enge Atemwege nennt man Obstruktion, ein zu kleiner Lungeninhalt wird als Restriktion bezeichnet. Ein verminderter Sauerstoffdruck im Blut heißt Hypoxämie. Eine Funktionsstörung des Atmungsorgans kann auch durch zu schwache Atemmuskeln entstehen.
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3. Behandlungsspektrum
LUNGENTUMORE
1. Das Bronchialkarzinom
Grundlagen
Der Mensch besitzt zwei Lungenflügel. Der rechte Lungenflügel besteht aus drei Lungenlappen, der linke aus zwei. Die Luftröhre (Trachea) teilt sich in die beiden Hauptbronchien auf, die sich wiederum über kleinere Bronchien weiter in die Lungenflügel verästeln.
Der Lungenkrebs oder das Bronchialkarzinom bezeichnet eine bösartige Erkrankung der Bronchien. Das Bronchialkarzinom ist weltweit der häufigste bösartige Tumor des Mannes und steht bei Frauen nach dem Mamma- und Dickdarmkarzinom an dritter Stelle der Tumorerkrankungen.
Hauptursache des Bronchialkarzinoms ist mit 85 % das inhalative Rauchen. Ca. 8 % werden berufsbedingten Karzinogenen wie Asbest und Uran zugeschrieben, 5 % entstehen durch Umwelteinflüsse und Luftverschmutzung.
Wie alle bösartigen Tumore kann auch das Bronchialkarzinom Metastasen (Tochtergeschwülste) setzen. Erste Station sind meist die Lymphknoten innerhalb des Brustkorbs, aber auch in anderen Organen wie Leber, Knochen, Nebennieren oder Gehirn können Metastasen entstehen.
Vorbeugung
Die einzig sinnvolle Vorbeugungsmaßnahme besteht darin, nicht zu rauchen. Wer sich entschließt, das Rauchen aufzugeben, hat nach 10-15 Jahren wieder eine ähnliche Wahrscheinlichkeit wie ein Nichtraucher Lungenkrebs zu bekommen.
Leitsymptome
Das Bronchialkarzinom führt nicht zwangsläufig zu spezifischen Beschwerden und Symptomen. Aus diesem Grund können Tumore in der Lunge auch über eine lange Zeit unentdeckt bleiben. Symptome wie Husten, Auswurf, Fieber, Atemnot, Abgeschlagenheit, Heiserkeit oder ungewollte Gewichtsabnahme sollten unbedingt abgeklärt werden. Häufig ist ein Zufallsbefund im Lungenröntgen der erste Hinweis.
Erforderliche Untersuchungen
Die Untersuchungen vor einer Operation sollen mehrere Fragen klären: Wie groß ist der Tumor und wo exakt ist er lokalisiert? Ist eine radikale Tumorentfernung möglich? Sind bereits Metastasen vorhanden? Erlaubt der Allgemeinzustand, die Herz- und Lungenfunktion des Patienten eine entsprechende Lungenoperation?
Folgende Untersuchungen können in der Abklärung des Bronchialkarzinoms erforderlich sein:
- Anamnese mit körperlicher Untersuchung
- Laboruntersuchung inklusive Tumormarker und Blutgasanalyse
- Thoraxröntgen in 2 Ebenen
- Thorax-Computertomographie (mit der Möglichkeit perkutaner Biopsien)
- Kernspintomographie
- Nuklearmedizinische Untersuchungen:
- Lungenperfusions-Szintigraphie
- Lungenventilations-Szintigraphie
- PET
- Pulmologische Untersuchungen:
- Ganzkörper-Plethysmographie
- Spiro-Ergometrie
- Flexible und/oder starre Bronchoskopie (mit der Möglichkeit des Bürstenabstriches und Biopsien)
- Thorakoskopie (Pleura- und Lungenbiopsie) und
- Mediastinoskopie (Lymphknotenbiopsie)
Nach Abschluss aller Untersuchungen kann bereits vor einer Operation der Tumor entsprechend standardisierter, internationaler Vereinbarungen in Stadien eingeteilt werden (Stadium I – IV nach UICC).
Grundlage hierfür ist das sogenannte TNM-System, welches postoperativ anhand der histopathologischen Untersuchungen endgültig festgelegt wird.
Alle weitern Behandlungsmaßnahmen richten sich nach der individuellen Stadieneinteilung.
Konservative (nicht-operative) Therapie
Die Strahlentherapie kommt zum Einsatz, wenn der Tumor zu ausgedehnt ist oder wenn der Allgemeinzustand des Patienten eine Operation nicht zuläßt. Tumoren können auch präoperativ bestrahlt werden (sogenannte neoadjuvante Therapie), um eine Tumorverkleinerung zu erzielen und dadurch die Operation zu ermöglichen. Ähnliches gilt für die Chemotherapie, die ebenfalls bei bestimmten Lungentumoren (z.B. kleinzelliges Karzinom) eingesetzt wird. Auch wenn der Tumor bereits Metastasen gesetzt hat, ist eventuell eine Chemotherapie angezeigt.
Operationsverfahren
Die operative Entfernung des Bronchialkarzinoms bietet die besten Chancen auf eine Heilung. Ziel der Operation ist es, den Tumor mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe zu entfernen. Zusätzlich werden die regionalen Lymphknotenstationen entfernt. Erst durch die systematische Entfernung der Lymphknoten mit der entsprechenden mikroskopischen Untersuchung erhält man eine exakte Beschreibung der Tumorausdehnung. Dies ist wichtig für das weitere therapeutische Vorgehen.
In der Regel erfordert dies die Resektion eines Lungenlappens (Lobektomie). Gelegentlich muss aber auch ein kompletter Lungenflügel entfernt werden (Pneumonektomie). Bei einigen Patienten kann es auch erforderlich sein, benachbarte Strukturen wie Brustwand, Mittelfellorgane und Zwerchfell in der gleichen Operation zu entfernen.
Der Brustkorb wird durch einen Schnitt seitlich unter dem Schulterblatt durch Auseinanderspreitzen der Rippen eröffnet. Nach Darstellung der Lungengefäße und Bronchien kann der betroffene Lungenlappen oder der gesamte Lungenflügel entfernt werden. Außerdem werden die entsprechenden Lymphknotenbereiche entfernt. Abschließend werden Drainagen in die Brusthöhle eingelegt und der Brustkorb verschlossen. Die Operationsdauer variiert zwischen 1,5 und mehreren Stunden.
Postoperativ wird der Patient in der Regel für 24 Stunden zur Sicherheit auf der Intensivstation überwacht. Besonders wichtig ist eine intensive Atemtherapie, um die Lungenfunktion möglichst rasch zu normalisieren. Für eine ausreichende Schmerztherapie wird u.a. durch den Einsatz von Schmerzpumpen (durch den Patienten selbst kontrolliert) gesorgt. Die stationäre Aufenthaltsdauer nach der Operation beträgt etwa 8-14 Tage.
Nachbehandlungen und Nachsorge
Je nach Größe, Art und Ausdehnung des Tumors wird nach erfolgreicher Operation noch eine Strahlen- oder Chemotherapie empfehlenswert sein. Diese Therapien können in den meisten Fällen im Landesschwerpunkt Krankenhaus Krems ambulant durchgeführt werden.
Nachsorgeuntersuchungen
Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen im Rahmen der sogenannten Tumornachsorge soll der Therapieerfolg bestätigt bzw. ein Wiederauftreten der Krebserkrankung (Rezidivtumor, Metastasen) frühzeitig erkannt werden. Nur so bestehen gute Chancen für eine erneute Behandlung. Diese Untersuchungen können durch den Hausarzt, den niedergelassenen Facharzt oder durch unser Team koordiniert werden. Das Spektrum der Kontrolluntersuchungen beinhaltet in erster Linie Röntgenuntersuchungen der Lunge, Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes und Blutuntersuchungen, manchmal sind auch weiterführende Untersuchungen wie zum Beispiel Computertomographien erforderlich.
Links
2. Lungenmetastasen (Tochtergeschwülste in der Lunge)
Grundlagen
Bösartige Tumoren können Metastasen (Tochtergeschwülste) setzen. Aus dem Tumor gelangen über den Blutweg oder über die Lymphbahnen einzelne Krebszellen in andere Organe. Die Lunge ist sehr häufig der Zielort einer solchen Metastasierung. Weitere Organe, an denen sich häufig Metastasen absetzen, sind die Leber, die Knochen, die Nebennieren und das Gehirn.
Prinzipiell können alle bösartigen Tumoren Lungenmetastasen setzen. Besonders häufig kommt dies aber bei folgenden Tumoren vor: Nierenzellkarzinom, Tumoren aus dem Hals- und Kopf-Bereich, Dickdarm- und Enddarmkarzinom, Hodenkarzinom, Brustkarzinom, Knochenkrebs und Hautkrebs(Melanom).
Prinzipiell ist eine chirurgische Entfernung von Lungenmetastasen nur dann sinnvoll, wenn am Ort des Ersttumors (Primärtumor) kein Hinweis auf erneutes Tumorwachstum besteht. Bei der Behandlung von Metastasen ist oft eine kombinierte Therapie (Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie) sinnvoll. Dies wird dann auch als multimodale Therapie bezeichnet. Die operative, komplette Entfernung von Lungenmetastasen bietet die beste Chance, das Tumorleiden zurückzudrängen.
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Leitsymptome
Lungenmetastasen werden meistens im Rahmen von Nachsorgeuntersuchungen auf Röntgenbildern entdeckt, ohne dass spezielle Symptome vorhanden sind. Sie zeigen sich meist als rundliche Schatten (daher auch als Rundherd bezeichnet) in der Lunge. Beim Auftreten folgender Symptome sollte der Patient jedoch unbedingt seinen Arzt aufsuchen: Bluthusten, chronische therapieresistente Bronchitis, zunehmende Atemnot, Schmerzen in der Brustwand und nicht beabsichtigter Gewichtsverlust.
Erforderliche Untersuchungen
Untersuchungen sollen vor einer eventuellen Operation mehrere Fragen klären:
- Kann am Ort des Primärtumors ein erneutes Tumorwachstum ausgeschlossen werden (Lokalrezidiv)?
- Ist operativ eine komplette Entfernung sämtlicher Metastasen möglich?
- Finden sich in anderen Organen ebenfalls Metastasen?
- Erlaubt der Allgemeinzustand, die Herz- und Lungenfunktion des Patienten eine Teilentfernung von Lungengewebe?
Die Art der Untersuchungen hängt vom Primärtumor, der Lokalisation der Metastasen und dem Allgemeinzustand des Patienten ab.
Operationsverfahren
Die operative, komplette Entfernung der Metastasen bietet die besten Chancen, das Tumorleiden zurückzudrängen. Ziel der Operation ist es, die Metastasen mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe zu entfernen. Die einzelnen Metastasenherde werden in der Regel mit speziellen Klammernahtgeräten keilförmig aus dem Lungengewebe herausgeschnitten (sogenannte atypische Resektion). Selten ist die Entfernung eines Lungenlappens nötig oder indiziert.
Je nach Lage der Metastasen in der Lunge kann die Operation entweder in der klassischen Technik oder thorakoskopisch (Schlüssellochtechnik) erfolgen.
Die Operationsdauer beträgt etwa 1-2 Stunden.
Stationäre Behandlung nach der Operation
Postoperativ wird der Patient in der Regel für 24 Stunden zur Sicherheit auf der Intensivstation überwacht. Besonders wichtig ist eine intensive Atemtherapie, um die Lungenfunktion möglichst rasch zu normalisieren. Für eine ausreichende Schmerztherapie wird u.a. durch den Einsatz von Schmerzpumpen (durch den Patienten selbst kontrolliert) gesorgt. Die stationäre Aufenthaltsdauer nach der Operation beträgt etwa 6-14 Tage.
3. Karzinoidtumore
Karzinoide sind eher seltene (bösartige) Tumore, die sich von bestimmten hormonbildenden Zellen ableiten. Sie treten bevorzugt im Magen-Darm-Trakt und in der Lunge auf. Das Erkennen von Karzinoiden in der Lunge ist auf Grund der meist sehr geringen Tumorgröße erschwert, Beschwerden treten oft erst nach dem Auftreten von Metastasen auf (Karzinoid-Syndrom). Die Diagnose eines Karzinoids wird unter anderem durch den Nachweis bestimmter Abbauprodukte im Urin gestellt. Die Therapie der Wahl besteht in der operativen Sanierung.
4. Neurogene Tumoren
Eine von den Nerven oder Nervenscheiden ausgehende Raumforderung. Meistens im hinteren Mediastinum paravertebral angeordnete scharf begrenzte rundliche Schatten, gelegentlich den Spinalkanal mitbetreffend. Da eine maligne Entartung nicht ausgeschlossen werden kann, wird in der Regel die operative Entfernung empfohlen.
5. Gutartige Lungentumore
Gutartige Lungentumore sind eher selten und meistens ein Zufallsbefund. Namentlich zu erwähnen sind: Chondrome (Knorpelgeschwulst), darunter am häufigsten die Untergruppe der Hamartome, Bronchialadenome (gutartiger Drüsentumor), Osteome (Knochengeschwulst), Fibrome (Bindegewebsgeschwulst), Lipome (Fettgewebsgeschwulst) und Tuberkulome (oft verkalktes Narbengewebe nach abgeheilter Lungentuberkulose).
Bei Entdeckung eines Herdes in der Lunge ist die histologische (feingewebliche) Abklärung anzustreben. Dies ist in der Regel durch eine CT-gezielte Punktion, eine bronchoskopische Biopsie oder eine operative Entfernung zu erreichen. Die jeweils beste Methode hängt von der Lokalisation, der Größe des Herdes und dem Allgemeinzustand des Patienten ab.
PNEUMOTHORAX (Lungenkollaps)
Der Pneumothorax ist eine Ansammlung von Luft im Pleuraspalt, also zwischen Rippenfell und Lunge. Dadurch kommt es zu einem teilweisen oder kompletten Kollaps eines Lungenflügels, d.h. eine Lungenhälfte fällt in sich zusammen. Zu einem Pneumothorax kann es spontan, nach einem Unfall oder auch nach medizinischen Eingriffen kommen. Die Luft kann von außen in den Brustraum eindringen, wenn z. B. eine Stichverletzung vorliegt. Durch eine stumpfe Verletzung des Brustkorbs (z. B. Sturz) kann eine gebrochene Rippe die Lungenoberfläche einreißen. Dies führt zum Austritt von Luft aus der Lunge und zum Kollaps. Auch durch ärztliche Maßnahmen wie z.B. Punktionen kann es zu einer Verletzung der Lungenoberfläche mit Pneumothorax kommen. Am häufigsten ist der spontane idiopathische Pneumothorax, der ohne Vorerkrankung auftritt und meist junge, schlanke Männer betrifft. Die Ursache sind angeborene Schwachstellen der Lungenoberfläche, die spontan einreißen können. Meist handelt es sich um Bläschen an der Lungenspitze. Die Behandlung erfolgt beim erstmaligen Auftreten konservativ, bei erneutem Auftreten (Rezidiv) wird ein operativer Eingriff empfohlen. Beim sogenannten sekundären Pneumothorax liegt eine zusätzliche Erkrankung (z.B. Emphysem, Lungenfibrose, Tumore) als Ursache vor.
Symptome
Beim Spontanpneumothorax steht meist ein plötzlich eintretender Schmerz in einer Brustseite mit mehr oder weniger ausgeprägter Atemnot im Vordergrund. Unter der Haut kann es zu Luftansammlung im Gewebe mit typischem Knistern bei der Untersuchung kommen (sogenanntes Hautemphysem).
Diagnostik
Die körperliche Untersuchung mit dem Abhören der Lunge ist oft schon wegweisend. Das Lungenröntgen ist in der Regel beweisend für die Diagnose. In einigen Fällen sollte ergänzend eine Computertomographie veranlasst werden.

Therapie
1. Konservative Behandlung: Besteht nur eine schmale Ablösung der Lunge von der Brustwand, ist eine beobachtende Haltung möglich. Durch entsprechende Atemtherapie kann sich die Lunge wieder vollständig ausdehnen, die Luft im Pleuraspalt wird im Laufe der Zeit resorbiert.
2. Operationsverfahren: Liegt jedoch eine größere Ablösung der Lunge vor, muß in jedem Fall als Erstmaßnahme ein Drainageschlauch (sogenannte Bülau-Drainage) in den Brustkorb eingelegt werden. Die Luft wird abgeleitet und die Lunge dehnt sich wieder aus. Dieser Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung.
3. Handelt es sich um einen Spontanpneumothorax, kann häufig die alleinige Einlage einer Drainage ausreichend sein, um die Lunge wieder auszudehnen. Die Ursache des Pneumothorax ist damit jedoch nicht beseitigt. Es kann zu einem späteren Zeitpunkt neuerlich zu einem Rezidiv-Pneumothorax kommen. Daher sollte die meist blasig veränderte Lungenspitze entfernt werden. Zusätzlich wird das Rippenfell aufgeraut, um ein Verkleben der Lunge mit dem Rippenfell zu erzielen. Eine neuerliche Ablösung der Lunge kann somit nicht mehr auftreten. Dieser Eingriff wird videothorakoskopisch in Vollnarkose über 2-3 kleine Schnitte durchgeführt und dauert etwa 30 Minuten.
Nach der Operation wird eine körperliche Schonung für 1-2 Wochen empfohlen. Danach kann der normale Lebensstil wieder aufgenommen werden.
Die Erfolgsraten nach dieser Operation werden mit ca. 95% angegeben. Ein erneutes Auftreten eines Spontanpneumothorax auf der operierten Seite ist daher unwahrscheinlich aber nicht ausgeschlossen. Bei Veranlagung kann es aber auch zu einem Spontanpneumothorax der Gegenseite kommen.
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ENTZÜNDUNGEN
1. Pneumonie
Die Lungenentzündung ist eine Entzündung des Lungengewebes und wird durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. Die weitaus häufigste und damit auch klassische Lungenentzündung wird durch Pneumokokken hervorgerufen. Sie zeigt sich im Röntgenbild meist mit einem sehr typischen Befund, der dann einen der Lungenlappen betrifft und als Lobärpneumonie bezeichnet wird. Atypischen Pneumonien werden meist durch Viren verursacht, können aber auch durch einige Bakterien hervorgerufen werden. Einige Grunderkrankungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Pneumonie zu erkranken, weil sie die Lunge vorschädigen. Die Behandlung ist in der Regel konservativ durch Gabe von Antibiotika. Eine chirurgische Behandlung ist meist nur bei komplizierten Infektionen notwendig.
2. Pleuraempyem
Es kann sich Eiter im Pleuraspalt sammeln oder ein bestehender Pleuraerguss infizieren. Man nennt das ein Pleuraempyem. Bei einer solchen Eiteransammlung sollte die Pleura gespült und über einige Zeit kontinuierlich drainiert werden. Selbstverständlich werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt. Im frühen Stadium Fällen drainiert man, in einem späteren Stadium muss eine operative Reinigung der Brusthöhle durchgeführt werden. Das Pleuraempyem kann eine lebensbedrohliche Erkrankung sein.
3. Tuberkulose
Die Tuberkulose ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die weltweit verbreitet ist und heutzutage auch in den Industriestaaten durch HIV und Immigration wieder an Bedeutung gewinnt. Schlechter Ernährungszustand, niedere soziale Verhältnisse und ein geschwächtes Immunsystem begünstigen Infektion und Erkrankung. Krankheitsauslöser sind Tuberkelbakterien (Mykobakterium tuberkulosis), die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Die Behandlung besteht in erster Linie medikamentös mit einer spezifischen, langandauernden Antibiotikakombination. Ein chirurgischer Eingriff ist heutzutage nur noch bei kompliziertem Verlauf indiziert.
4. Bronchiektasen
Bronchiektasen sind krankhafte Ausweitungen von Teilen des Bronchialsystems, in denen sich vermehrt Bronchialschleim absetzt, der nicht oder nur schwer abgehustet werden kann. Hierdurch entsteht eine erhöhte Infektionsgefahr, die zu schweren Komplikationen führen kann. Bronchiektasen können angeboren oder nach schweren entzündlichen Prozessen, die zu einer Zerstörung der Bronchialwände führen, auftreten. Gekennzeichnet ist das Krankheitsbild durch massiven Husten und die Produktion von großen Mengen zähen, eitrigen Sekrets. Bei stark störender Symptomatik und immer wiederkehrenden Infekten kann eine Teilentfernung des betroffenen Lungenabschnittes durchgeführt werden.
5. Aktinomykose
Lokale oder systemische Krankheit mit chronischem Verlauf, eitriges und granulomatöses Erscheinungsbild. Befällt zahlreiche Tierarten, selten jedoch Wildtiere. Kann in seltenen Fällen auf den Menschen übertragen werden.
6. Aspergillose
Aspergillose (Aspergillus flavus) ist eine weitverbreitete Krankheit, es handelt sich dabei um eine Schimmelpilzerkrankung, welche auch die Lunge befallen kann. Mögliche Ursachen können sein: Nüsse, zu geringe Luftfeuchtigkeit, zu hohe oder zu niedere Umgebungstemperaturen, Vitamin-A-Mangel, mangelnde Hygiene, schmutzige Futter, Trink- oder Badewasserbehälter, feuchtes, verdorbenes und altes Futter, Trink- oder Badewasser.
Tritt beim Menschen in der Regel nur bei entsprechender Abwehrschwächung (zum Beispiel während einer Chemotherapie) auf.
7. Lungenabszess
In der Lunge kann sich eine Eiterhöhle bilden, die man als Lungenabszess bezeichnet, der dann in seltenen Fällen operativ oder durch Punktion entleert werden muss. Diese Abszesse können durch Bakterien oder Parasiten verursacht sein.
Die Keime, die durch Aspiration in die tieferen Atemwege gelangen, sind typischerweise so genannte Anaerobier (Anaerobier = Bakterien, die in der Gegenwart von Sauerstoff schlecht oder nicht gedeihen). Anaerobier sind im Mund- und Rachenraum sehr häufig, die in dem gefurchten Gewebe der Rachenmandeln und den Zahnfleischfalten rund um die Zähne zu finden sind. Folgende Anaerobier kommen beim Lungenabszess am häufigsten vor: Peptostreptokokken, Prevotella, Bacteroides und Fusibakterien.
Seltener entsteht ein Lungenabszess durch Bakterien, die nicht durch die typische Aspiration in die Lunge gelangt sind. Diese Bakterien sind dann auch keine Anaerobier, sondern es sind Bakterien, die oft auch Lungenentzündungen ohne Abszessbildung auslösen. Dazu gehören: Staphylokokken, Streptokokken, Klebsiellen, Haemophilus, Legionellen und Pseudomonas.
Ist der Patient abwehrgeschwächt, finden sich oft Keime, die sonst nur selten vorkommen, wie Nokardien, Aktinomyceten, atypische Mykobakterien, Pilze (Aspergillus, Cryptcoccus neoformans, Histoplasma capsulatum) oder Parasiten (Amöben, Würmer, Lungenegel).
In der Regel erfolgt die Behandlung konservativ, nur selten ist ein chirurgischer Eingriff notwendig.
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LUNGENEMPHYSEM
Das Lungenemphysem ist eine krankhafte Überblähung der Lunge. Meist tritt es als Folge einer chronischen Bronchitis bei Rauchern ab dem 50. Lebensjahr auf. Selten handelt es sich auch um einen angeborenen Enzymdefekt (Alpha-1-Proteinase-Inhibitor-Mangel), der bei Patienten unter 40 Jahren zum Emphysem führt. Daneben gibt es aber auch berufsbedingte Ursachen. Symptome sind Leistungsminderung, Atemnot, ein fassförmiger Brustkorb und chronischer Husten. Die Diagnose wird durch ärztliche Untersuchung, Lungenröntgen, Lungenfunktionstest und Blutgasanalyse gestellt. Die Behandlung besteht aus Raucherentwöhnung, bronchienerweiternden Medikamenten und Sauerstoffgabe. Im fortgeschrittenen Stadium kann in ausgewählten Fällen durch eine lungenverkleinernde Operation (Lung Volume Reduction Surgery, LVRS) eine Verbesserung der Symptomatik erreicht werden.
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PLEURALE PATHOLOGIEN
1. Pleuraerguss
Ein Pleuraerguss ist eine Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustwand. Verschiedene Grundkrankheiten können dieses Störungsbild verursachen. Eine feuchte Brustfellentzündung (Pleuritis exsudatia) geht stets mit einem Pleuraerguss einher. Im klinischen Alltag ist der Pleuraerguss jedoch auch ein wichtiges Leitsymptom für Erkrankungen, die nicht unmittelbar die Lunge betreffen, wie Krebs-, Herz-, Nieren-, Leber- und rheumatische Erkrankungen. Die Ursache des Ergusses muss dann durch eine Probeentnahme aus dem Erguss (Pleurapunktion) geklärt werden.
Ein chronisch rezidivierender Pleuraerguss kann durch einen videothorakoskopischen Eingriff (Pleurodese) mit guten Erfolgsraten geheilt werden. Entscheidend ist jedoch die Ursache des wiederkehrenden Ergusses.

2. Pleuraempyem
Es kann sich Eiter im Pleuraspalt sammeln oder ein bestehender Pleuraerguss infizieren. Man nennt das ein Pleuraempyem. Bei einer solchen Eiteransammlung sollte die Pleura gespült und über einige Zeit kontinuierlich drainiert werden. Selbstverständlich werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt. Im frühen Stadium drainiert man, in einem späteren Stadium muss eine operative Reinigung der Brusthöhle durchgeführt werden.
3. Pleuramesothelium
Jeder Lungenflügel ist von einem mikroskopisch dünnen Häutchen, dem Lungenfell (Pleura viszeralis), überzogen. Auch die Brustwand ist innen von einer derartigen Haut, dem Rippenfell, ausgekleidet. Diese dünne Haut produziert geringe Mengen von Flüssigkeit, die bei den Atembewegungen der Lunge innerhalb des Brustkorbs als Gleitmittel fungiert.
Asbestfasern, die über längere Zeit eingeatmet werden, setzen sich zunächst im Lungengewebe fest. Im Laufe der Zeit wandern sie in die Peripherie der Lunge und durchdringen hier das Lungenfell, um sich im unmittelbar benachbarten Rippenfell abzulagern.
Im Rippenfell können diese Fasern unspezifische Entzündungsreaktionen und die Entstehung von knorpelartigen Auflagerungen auslösen. Zum anderen können die Asbestfasern, meist erst nach 20 bis 30 Jahren, zur Entstehung von bösartigen Rippenfelltumoren (malignes Pleuramesotheliom) führen.
Das Tumorwachstum beginnt in Form kleiner Knoten, die sowohl das Rippen- wie auch das Lungenfell überziehen. Im weiteren entwickelt sich eine flächige Tumorschwarte, die das gesamte Rippenfell überziehen kann und eine allmähliche, schmerzhafte Schrumpfung des Brustkorbs verursacht. Meist bildet sich zusätzlich vermehrt Flüssigkeit zwischen Lunge und Rippenfell, was zu einer Kompression der Lunge führt.
In fortgeschrittenen Stadien kann der Tumor aus dem Brustkorb ausbrechen, in die Brustwand, in den Herzbeutel oder in den Bauchraum infiltrieren.
Da häufig eine berufliche Asbestexposition vorliegt, ist das maligne Pleuramesotheliom als berentungsfähige Berufserkrankung anerkannt.
Gutartige Tumoren des Rippenfells sind außerordentlich selten.
Operationsverfahren:
Die operative, radikale Entfernung der Tumorschwarten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Dazu ist eine sehr ausgedehnte Operation mit kompletter Entfernung der Lunge gemeinsam mit dem Rippenfell notwendig. Zusätzlich werden Teile des Herzbeutels und des Zwerchfells entfernt. In den meisten Fällen steht als Zielsetzung einer Operation die Linderung von Symptomen im Vordergrund. Durch die operative Reduzierung des Tumors im Bereich des Rippenfells läßt sich eine Reduzierung der Ergußbildung erzielen. So kann sich die komprimierte Lunge wieder ausdehnen. Die Operation verbessert mit der entfernten oder reduzierten Tumormasse die Ansprechrate der Chemotherapie.
4. Pleurakarzinose
Hierbei handelt es sich um die Ablagerung von Tumorzellen unterschiedlichen Ursprungs im Bereich des Brust- und/oder Lungenfells. Eine operative Therapie wird meist nur bei lokalen Beschwerden eingesetzt.
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MEDIASTINALE PATHOLOGIEN
1. Myasthenia gravis
Die Thymusdrüse ist unmittelbar hinter dem Brustbein gelegen. Im Kindesalter hat sie eine Funktion bei der Bildung des Immunsystems. Im Erwachsenenalter verliert sie ihre Funktion. In Zusammenhang mit diesen Tumoren kann eine Nervenerkrankung auftreten, bei der die Patienten sehr leicht ermüden (Myasthenia gravis). Die Myasthenia gravis pseudoparalytica ist eine Autoimmunerkrankung, die durch eine Störung der neuromuskulären Übertragung gekennzeichnet ist. Unter der neuromuskulären Übertragung versteht man die Übertragung eines Nervensignals auf die Muskelzelle. Dabei wird ein Überträgerstoff, in diesem Falle das Azetylcholin, aus der Nervenendigung freigesetzt und bindet anschließend an einem eigenen Azetylcholin-Rezeptor, der sich auf der Muskelzelle befindet. Die Folge ist eine Muskelzuckung, also eine Kontraktion des Muskels. Bei der Myasthenia gravis pseudoparalytica kommt es auf Grund der gestörten neuromuskulären Übertragung zu einer krankhaft gesteigerten Ermüdbarkeit der Muskulatur, die an eine Lähmung erinnert. Daher rührt die Bezeichnung: Myasthenia = Muskelschwäche, pseudo = falsch und Paralyse = Lähmung.
Je nach Schweregrad der Myasthenie besteht die Behandlung in einer Thymektomie (Entfernung der Thymusdrüse), die meistens thorakoskopisch durchgeführt werden kann.
2. Tumoren des Mittelfellraumes
Als Mediastinum (Mittelfell) wird der Raum zwischen Brustbein und Brustwirbelsäule bezeichnet. Zur Seite hin wird dieser Raum von den beiden Lungen begrenzt. Nach unten bildet das Zwerchfell eine Grenze. Zum Hals hin endet das Mediastinum in Höhe der ersten Rippe. Hier gibt es aber keine regelrechte Grenzschicht.
Die wichtigsten Organe im Mediastinum sind: Herz u. große Gefäße, Speiseröhre (Ösophagus), Thymusdrüse, Luftröhre mit Hauptbronchien, große Lymphgefäße (Ductus thoracicus), evtl. Schilddrüse.
Aus dieser Vielzahl von Organsystemen ergibt sich auch eine Vielzahl von möglichen gut- und bösartigen Tumoren, die hier lokalisiert sein können (etwa 80 sind beschrieben).
Je nachdem, welchem Organsystem diese Tumoren entspringen, ergibt sich ihre Lage und auch ihre Therapie.
Thymom
Unter einem Thymom versteht man einen Tumor des Thymus. Der Thymus ist ein zentrales Organ des lymphatischen Gewebes und liegt hinter dem Brustbein im oberen Anteil des Brustkorbes. Ca. drei Viertel dieser Tumore sind gutartig und nur ein Viertel ist bösartig. Man spricht dann von einem malignen Thymom oder einem Thymuskarzinom. Beschwerden entstehen bei den Patienten infolge einer Druckeinwirkung auf benachbarte Organe, in erster Linie auf Luft- und Speiseröhre. Hinweise auf ein Thymom ergeben sich schon im Röntgenbild des Brustkorbes. Zur Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren ist immer die Entnahme eine Gewebeprobe und deren feingewebliche Untersuchung nötig. Die Therapie der Wahl besteht in der operativen Entfernung des Tumors. Bei bösartigen Thymomen, welche meist sehr langsam wachsen, werden zusätzlich die Strahlentherapie und die Chemotherapie eingesetzt.
Lymphome
Die Vielzahl der Lymphknoten und -bahnen kann Ursprung für bösartigen Lymphdrüsenkrebs werden (maligne Lymphome). Die Chirurgie hat hier nur die Aufgabe, eine Gewebeprobe für eine exakte mikroskopische Diagnose zu sichern. Die Behandlung dieser Erkrankung besteht aus Chemotherapie eventuell in Verbindung mit Strahlentherapie.
Aus versprengten Keimzellanteilen der Embryonalentwicklung können sich sogenannte Keimzelltumoren (Teratome) entwickeln. Hier gibt es sowohl gutartige wie auch bösartige. Die gutartigen sollten primär operativ entfernt werden. Bei bösartigen Keimzelltumoren sollte zunächst eine Chemotherapie zugeführt werden. Die Chirurgie hat hier die Aufgabe, verbliebene Tumoranteile nach Chemotherapie zu entfernen.
Gelegentlich wächst die Schilddrüse vom Hals her in das Mediastinum ein und kommt hier hinter dem Brustbein zu liegen. Die Behandlung besteht in der operativen Entfernung. Meist gelingt dies vom Hals her, selten ist auch eine Spaltung des Brustbeins erforderlich.
Zystische Tumoren gehen häufig von den Bronchien aus und sind meist gutartig. Sie sollten dennoch entfernt werden, weil sie Verdrängungserscheinungen hervorrufen oder sich infizieren können.
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PATHOLOGIEN DES BRUSTKORBES

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1. Trichterbrust
Kongenitale oder erworbene Einziehung der vorderen Brustwand (Trichterbrust) oder Vorwölbung des Sternums infolge parasternaler Einziehungen (Kielbrust).
Wahrscheinlich Fermentstoffwechselstörung des Rippenknorpels. Häufig familiäre Belastung. Vereinzelt Auftreten im Rahmen von Syndromen (z.B. Marfan), sekundär nach Erkrankungen (z.B. Pleuraschwarte) und nach operativen Eingriffen an Brustwand oder Zwerchfell.
Sichtbare Deformierung des Brustkorbs in sehr unterschiedlicher Ausprägung, meist im unteren Sternumbereich, häufig asymmetrisch, auch Kombination von Trichter- und Kielbildung sowie mit Haltungsfehlern und/oder Kyphoskoliose.
Oft erheblicher psychischer Leidensdruck, insbesondere in der frühen Pubertät. Gravierende kardiopulmonale Alterationen nur bei Extremformen.
Indikationen für die chirurgische Korrektur der Trichterbrust:
- Meistens kosmetische Gründe
- Subjektives Gefühl der Kompression des Thorax
- Objektive Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, Kompression von thorakalen Organen, Einschränkung der Thorax-Exkursionen, Veränderungen des EKG, etc
Der Eingriff wird an unserer Abteilung thorakoskopisch durchgeführt (sogenannte Operation nach NUSS).
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| vor der Operation |
nach der Operation |
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| 2. Hühnerbrust |
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Analog zur Trichterbrust, kongenitale oder erworbene Vorwölbung der vorderen Brustwand (Hühnerbrust).
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| 3. Tumore und Entzündungen |
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- gutartig: v.a. Fibrome, Lipome, Granulome
- bösartig: v.a. Sarkome
- Wundinfekte z.B nach Trauma oder nach operativen Eingriffen
- Abszesse (Entzündungen mit Höhlenbildung)
- Phlegmone (flächenhafte Entzündungen)
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HYPERHIDROSE
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| Bei der Hyperhidrose handelt es sich um eine vermehrte Schweißproduktion, die sich entweder an bestimmten Körperteilen (z.B. an den Händen) manifestiert oder den gesamten Körper betreffen kann. Häufig wird sie als Krankheit gar nicht oder erst spät erkannt. Betroffene finden sich mit dem vermehrten Schwitzen ab, obwohl sie darunter sehr leiden. Es gibt verschiedene Methoden, Hyperhidrose zu behandeln, darunter auch operative Verfahren. Dabei wird über einen minimal-invasiven Eingriff ein bestimmter Teil des sympatischen Grenzstranges (autonomes Nervensystem) durchtrennt. |
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4. ZUSAMMENFASSUNG DES CHIRURGISCHEN SPEKTRUMS
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Minimal-invasive Operationen mittels Videoassistierter Thoraxchirurgie (VATS)
- Tumorentfernung im Mediastinum
- Thymusentfernung bei Myasthenia gravis (Thymektomie)
- Entfernung von Neurinomen (Nervenscheidentumoren)
- Entfernung von bronchogenen Zysten
- Entfernung von Pericardzysten
- Anlage eines Pericardfenster
- Atypische Lungenresektion zur Diagnostik von Lungengerüsterkrankungen und kleineren Lungentumoren
- Teilweise und vollständige Rippenfellentfernung (Pleurektomie)
- Thorakale Sympathektomie bei Hyperhidrose
- Volumenreduktion beim Lungenemphysem
- Pneumothoraxbehandlung
- Empyembehandlung und Dekortikation (Entschwartung)
- Trichter- und Kielbrustkorrektur
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Klassische, offene Thoraxchirurgie
- Chirurgie der Trachea (Luftröhre)
- Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) mit erforderlichen Erweiterungen des Eingriffes
- Chirurgische Therapie anderer Lungentumore
- Pleuramesotheliom (Rippenfellkrebs)
- Brustwandtumore
- Tumore des Mediastinums
- Lungenmetastastasen
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5. HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
Lungenkrebs, Bronchialkarzinom - Therapie
Welche Therapie durchgeführt wird, hängt entscheidend davon ab, um welche Art des Karzinoms (nicht-kleinzellig oder kleinzellig) es sich handelt und wie weit die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose fortgeschritten ist. Da die Therapie Einfluss auf die Lungenfunktion hat, müssen auch das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten berücksichtigt werden.
Wie werden nicht-kleinzellige Lungenkarzinome behandelt?
Bei der Behandlung nicht-kleinzelliger Lungenkarzinome stehen die Operation und die Strahlentherapie im Vordergrund. Ziel der Operation ist, den Tumor vollständig zu entfernen und damit die Krankheit zu heilen. Ein operativer Eingriff kommt daher vor allem für die Behandlung kleinerer Tumoren in Frage. Hat sich der Tumor in der Lunge schon so weit ausgebreitet, dass er durch eine Operation nicht mehr vollständig entfernt werden kann, erfolgt eine Strahlen- und/oder Chemotherapie. Dadurch kann eine Verkleinerung des Tumors erreicht werden, sodass eine operative Therapie sinnvoll wird. Oft lässt sich jedoch durch Strahlen- und Chemotherapie nur noch eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs erreichen.
Wie werden kleinzellige Lungenkarzinome behandelt?
Das kleinzellige Lungenkarzinom wächst, im Unterschied zu den nicht-kleinzelligen Tumoren, sehr rasch und bildet früh Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Körperregionen. Eine primäre Operation ist nur selten sinnvoll. Stattdessen wird eine Chemotherapie durchgeführt, die auf die Krebszellen im ganzen Körper wirkt.
Die Operation
Hat der Tumor eine bestimmte Größe nicht überschritten und noch keine Fernmetastasen gebildet, wird die Operation angestrebt. Ihr Ziel ist es, das Tumorgewebe sowie die von Tumorzellen befallenen Lymphknoten vollständig zu entfernen.
Dem Eingriff müssen gründliche Untersuchungen vorausgehen. Insbesondere muss sichergestellt werden, dass nach Entfernung eines Teils der Lunge die verbliebenen Lungenabschnitte in der Lage sind, die Atemfunktion ausreichend zu übernehmen. Voraussetzung für eine Operation ist ein guter Allgemeinzustand des Patienten; schwere Begleiterkrankungen können einen operativen Eingriff unmöglich machen. Des weiteren darf die Entfernung des Tumors keine Gefahr für benachbarte lebenswichtige Organe, wie z.B. die großen Gefäße oder die Speiseröhre, darstellen. Sind die zu erwartenden Belastungen und Einschränkungen zu groß, muss eine andere Therapie gewählt werden.
Bei der Operation wird der Tumor mit einem Randsaum aus gesundem Lungengewebe entfernt. Der häufigste Eingriff ist die Entfernung eines Lungenlappens (Lobektomie). Bei großen Tumoren oder zentraler Lage kann die Entfernung eines ganzen Lungenflügels notwendig sein (Pneumonektomie). In vielen Fällen ist es jedoch möglich, durch spezielle organerhaltende Operationen die Entfernung eines Lungenflügels zu vermeiden.
Ist der Tumor durch die Operation vollständig entfernt worden, ist in der Regel keine weitere Therapie notwendig. Konnte der Tumor nicht ganz entfernt werden oder sind bereits benachbarte Lymphknoten befallen, wird nach der Operation zusätzlich eine Strahlen- und/oder Chemotherapie empfohlen, um die verbliebenen Tumorzellen zu vernichten.
Welche Folgen hat die Operation?
Die Entfernung von Lungengewebe ist mit einer Verminderung der Atemfläche verbunden. Bei ausreichender Atemfunktion der Lungen folgt jedoch durch die Operation im allgemeinen keine schwerwiegende Atembehinderung. Eine insgesamt wenig geschädigte Lunge hat eine erhebliche Leistungsreserve und kann einen Verlust von Lungengewebe in der Regel gut kompensieren. Spezielle atemgymnastische Übungen können dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit der Lunge nach der Tumortherapie zu verbessern und das körperliche und psychische Wohlbefinden zu fördern. Die ersten Übungen können bereits im Krankenhaus unter Anleitung eines Physikaltherapeuten erlernt und später zuhause fortgeführt werden.
Die Strahlentherapie
Vor dem Einsatz von Strahlen zur Therapie wird der zu bestrahlende Bereich genau lokalisiert. Die Wirkung der Strahlentherapie beruht darauf, dass sie Krebszellen vernichtet. Die Bestrahlung erfolgt mit energiereichen elektromagnetischen Wellen, die von außen auf die Tumorregion eingestrahlt werden.
Bei nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen wird eine Strahlentherapie dann durchgeführt, wenn der Tumor bereits so groß ist, dass er durch eine Operation nicht mehr vollständig entfernt werden kann oder wenn eine Operation aus anderen Gründen nicht möglich ist. Die Aussicht auf Erfolg ist jedoch begrenzt, da häufig nicht alle Tumorzellen zerstört werden können oder sich bereits kleinste Tumorabsiedlungen gebildet haben.
Adjuvante Strahlentherapie nach Operation
Eine Strahlentherapie kann auch im Anschluss an eine Operation erfolgen (adjuvante Strahlentherapie), um eventuell in der Tumorregion verbliebene Krebszellen zu vernichten.
Bei kleinzelligen Lungenkarzinomen kann eine Bestrahlung der Tumorregion in Kombination mit einer Chemotherapie in Betracht gezogen werden, um den Therapieerfolg zu festigen.
Die Chemotherapie
Mit der Chemotherapie wird versucht, Krebszellen im ganzen Körper durch zellwachstumshemmende Medikamente (Zytostatika) abzutöten. Zytostatika wirken sehr gut gegen rasch wachsende Zellen, eine Eigenschaft, die in besonderem Maße auf Krebszellen zutrifft.
Besonders wirksam ist die Chemotherapie beim kleinzelligen Lungenkarzinom, das aufgrund seines schnellen Wachstums und der raschen Metastasenbildung nur selten primär operiert wird. Aber auch wenn eine Operation erfolgt, wird immer vor oder nach dem operativen Eingriff eine Chemotherapie durchgeführt, um verbliebene Tumorzellen zu bekämpfen.
Beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom wird die Chemotherapie zunehmend in Kombination mit der Operation und/oder Strahlentherapie durchgeführt (sogenannte multimodale Therapie). Der Erfolg dieser Behandlung wird derzeit noch weltweit in klinischen Studien geprüft.
Chemotherapie bei Fernmetastasen
Eine Chemotherapie erfolgt auch dann, wenn sich bereits Fernmetastasen gebildet haben, vorausgesetzt, der Patient befindet sich in einem guten Allgemeinzustand. Die Chemotherapie kann in dieser Situation zu einer Lebensverlängerung beitragen. Darüber hinaus kann sie bei mehr als der Hälfte der Patienten tumorbedingte Symptome lindern und eine Verschlechterung des Allgemeinzustands verhindern.
Wie werden Knochenmetastasen behandelt?
Metastasen treten beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom häufig in den Knochen auf und bereiten durch Schmerzen und auch durch Bruchgefahr Probleme. Die Bruchgefahr lässt sich durch Bestrahlung der Metastasen in der Regel abwenden, der Knochen verfestigt sich wieder. Auch mit der Gabe von bestimmten radioaktiven Substanzen, die sich in erkranktem Knochen anreichern und ihn von innen bestrahlen, können Rückbildungen der Knochentumoren erreicht werden (Radionuklidtherapie). Beide Methoden sind auch wirksame Mittel zur Schmerzbekämpfung.
Schmerzbehandlung
Im fortgeschrittenen Stadium einer Lungenkrebserkrankung stehen für den Patienten häufig Schmerzen im Vordergrund. Sie beeinflussen seine Lebensqualität stärker als der Tumor selbst. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist in diesem Falle die wirksame Schmerzbekämpfung. Mit den heute verfügbaren Medikamenten und Methoden lassen sich Tumorschmerzen in den meisten Fällen gut lindern. Im Vordergrund steht die Behandlung mit Schmerztabletten und -pflastern. Die Schmerztherapie wird möglichst individuell auf die Schmerzsituation des einzelnen Patienten abgestimmt.
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