Die Plikator-Methode

Führt die medikamentöse Therapie der gastroösophagealen Refluxkrankheit nicht zu einem ausreichenden Erfolg, steht mit der laparoskopischen Fundoplikation eine wirkungsvolle Operation zu Verfügung. Ziel der chirurgischen Therapie ist die Wiederherstellung der Antirefluxbarriere, also eine Verbesserung der gestörten Funktion des Speiseröhrenschließmuskels. Der Eingriff wird in Form einer so genannten "Knopflochchirurgie" durchgeführt. Über 5 kleine Einstiche wird die Operation unter Beobachtung mit einer Kamera durchgeführt. Aus einem Teil des Magens wird operativ eine Manschette gebildet wird, die wie ein Schal um die Speiseröhre geschlungen wird. Dadurch kann der Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre vermindert werden.
Studien konnten zeigen, dass die laparoskopische Fundoplikation in spezialisierten Zentren eine Erfolgsrate von über 90% im Langzeitverlauf erreicht. Auch die Lebensqualität dieser Patienten ist auf lange Sicht ausgezeichnet. Wesentlich für optimale Langzeitresultate sind eine exakte präoperative Diagnostik. In 10-15% kommt es im Laufe der Jahre zu einem Wiederauftreten von Sodbrennen. In diesem Fall kann es notwendig sein, die Operation ein zweites Mal durchzuführen.

NEU !!

Seit 2008 bieten wir die Fundoplikation auch als rein endoskopischen Eingriff an (sog. Plicator-Methode). Diese Methode wird in Europa nur in wenigen hochspezialisierten Zentren angewendet. Der Eingriff wir mit einem speziellen Gerät, dem sogenannten Plikator, durchgeführt und bedeutet eine deutliche Verbesserung des Patientenkomforts, da keine Operation mehr erforderlich ist, sondern der Eingriff endoskopisch durchgeführt wird. Ca. 30% der Refluxpatienten können von dieser neuen Methode profitieren.

 

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